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Das Rebhuhn ist „Vogel des Jahres“ 2026

Der Sieger der Wahl zum „Vogel des Jahres 2026 steht fest: Das Rebhuhn – ein stark gefährdeter Vogel der Agrarlandschaft – hat die meisten Stimmen erhalten.

Das Rebhuhn – „Vogel des Jahres“ 2026 – Foto: Mirko Franz
Das Rebhuhn – „Vogel des Jahres“ 2026 – Foto: Mirko Franz

Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist ein typischer Bewohner der vielfältigen Feldflur.
Als ehemaliger Steppenvogel lebt es in der offenen Agrarlandschaft, benötigt dort aber Deckung durch Gehölzstreifen, schützende Büsche und Brachflächen.

Der gut taubengroße Hühnervogel hat ein braungraues Gefieder mit kastanienbrauner Flankenbänderung, orangeroter Färbung von Gesicht und Kehle und rostroten Federn am Schwanz. Charakteristisch ist der dunkelbraune hufeisenförmige Bauchfleck, der bei den ansonsten ähnlich den Männchen gefärbten Weibchen kleiner ist oder ganz fehlt.

Die tag- und dämmerungsaktiven Rebhühner leben zur Brutzeit paarweise und den Rest des Jahres in „Ketten“ genannten Familienverbänden. Rebhühner sind scheu und wachsam und drücken sich bei Gefahr an den Boden oder laufen schnell weg.

Rebhühner suchen ihre Nahrung am Boden und ernähren sich vor allem von Wildkräutern, deren Samen und auch Getreide. Küken benötigen besonders in den ersten Wochen proteinreiche tierische Kost wie Insekten, Spinnen und andere Kleintiere für ihre Entwicklung.

Wie alle Vögel der Agrarlandschaft hat das einstmals weit verbreitete und häufige Rebhuhn europaweit in den letzten Jahrzehnten rapide im Bestand abgenommen – seit 1980 um über 90 % – und ist heute bundesweit vom Aussterben bedroht. Die wärmebegünstigten Niederungsgebiete Mittelhessens, besonders die Region zwischen Gießen und der Wetterau bilden dabei eine Ausnahme: Hier haben sich die Bestände in den letzten Jahren durch gezielte Schutzmaßnahmen deutlich erholen können, so dass man hier heute die höchste Bestandsdichte bundesweit findet.

Die Gründe für den starken Bestandsrückgang liegen in einer Veränderung der Landbewirtschaftung. Große Monokulturen statt der früheren kleinparzellierten Feldflur, der Verlust von ungenutzten Randstreifen und Brachflächen haben dem Rebhuhn Lebensraum und Deckung und der intensive Einsatz von Pestiziden die Nahrungsgrundlage genommen.

Zum Überleben braucht das Rebhuhn strukturreiche Ackerflächen mit Brachen und Saumstrukturen. Eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Blühflächen und vernetzenden linearen Elementen wie Feldrainen und Hecken bietet nicht nur dem Rebhuhn günstige Lebensbedingungen, sondern vielen weiteren gefährdeten Tier- und Pflanzenarten der Feldflur.

Auf der Website des NABU-Bundesverbandes wird das Rebhuhn in ausführlichen Porträts vorgestellt: Das Rebhuhn – „Vogel des Jahres“ 2026.

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